Mein erster Besuch auf Åland alandflagsm
Als mich im März 1998 mein Funkfreund Peter DL5FF fragte ob ich Interesse hätte mit auf die Aland-Inseln zu fahren sagte ich spontan zu. Da ich selbst nicht wußte wo sich diese Inseln befinden, nahm ich mir zu Hause den Atlas zur Hand und suchte. Schließlich fand ich dann mitten in der Ostsee im bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland das gesuchte Urlaubsziel. Am 20. August fuhren wir mit Peters Merzedes-Benz 190 CDI von Kleestadt, wo er mich abholte, nach Arheiligen wo wir unseren dritten Mitreisenden Rainer DL1ZBO abholten. Unser erstes Reiseziel war nach knapp 9 stündiger Fahrt Puttgarden auf der Insel Fehmarn. Dort lösten wir bei der VOGELFLUG-LINIE eine Fährkarte und setzten dann mit der Fähre Heinrich Lübke nach Rödby Haven in Dänemark über. Von dort fuhren wir ca. 350 Km bis nach Helsingör. Dort mußten wir mit der Fähre nach Helsingborg in Schweden übersetzen. Diese Fähre benötigte nur 30 Minuten. Man kann von Dänemark aus das Festland von Schweden sehen. Von Helsingborg führte uns die weitere Fahrtstrecke in Richtung Stockholm. Fahrtdauer etwa 9 Stunden. Stockholm ist eine wunderbare Stadt. Nachdem wir ohne Schwierigkeiten die Stadt passierten lagen noch knappe 200 Km vor uns bis nach Grissleham. Grissleham ist der Fährhafen der Eckerö - Linjen. Nach ca. 2 Stunden Wartezeit konnten wir auf die Fähre fahren und nach weiteren 1,5 Stunden hatten wir den Hafen von Eckerö erreicht.
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Vom Hafen aus fuhren wir in Richtung Mariehamn auf der Straße 1. nach 10 Km bogen wir in einen Feldweg ab, der durch Waldgebiet führte und nach einer Rechtskurve wo das Hinweisschild Sjöbodskogens Stugor stand erreichten wir bald eine Lichtung wo mehrere Ferienhäuser standen. Wir suchten das Haus 945 und parkten dann das Auto.
Nach einer kurzen Erfrischungspause wurden Auto und Anhänger ausgeräumt. Die Lebensmittel wurden im Küchenschrank, dem Kühlschrank und das mitgebrachte Brot in dem Tiefkühlfach verstaut. Die Getränke beließen wir auf der Terasse. Nachdem dieses erledigt war, ging es an den Aufbau der Antenne. Auf einem Steckmast von 10 m Höhe wurde der zuvor zusammengebaute 2 Element 3 Band Beam FB 23 befestigt. Danach wurde der Mast noch abgespannt und wir konnten uns nach einer schnell zubereiteten Mahlzeit danach aufs Ohr legen.Am Nachmittag erkundeten wir noch das Gelände und probierten das zum Haus gehörende Motorboot aus. Die folgenden 14 Tage waren wir auf Entdeckungstour. Wir besichtigten insgesamt 16 Kirchen zum Teil um 1000 bis 1200 n.Chr. erbaut. Schloß Kastelholm aus dem Jahre 1388 in Sund, das Post- und Zollhaus in Eckerö, die russische Festung Bormarsund von 1830 sowie die 1903 erbaute Pommern, ein Segelschiff der P-Liner und damit Schwesterschiff der PAMIR und PASSAT. Mehrmals waren wir im Fischgeschäft in Käringsund oder wir machten einen Stadtbummel in Marienhamn. Der Abend galt dann dem Amateurfunk. Jeder kam mit einer stattlichen Anzahl von QSO`s nach Hause.
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